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Jakavi® 5 mg, 10 mg, 15 mg, 20 mg

Wirkstoff

Ruxolitinib

Darreichungsform

Filmtabletten

Stärke

5 mg, 10 mg, 15 mg, 20 mg

Aufdruck, Farbe, Form, Prägung

5 mg: weiß, rund, gewölbt, Prägung: eine Seite „NVR“, andere Seite „L5“

10 mg: weiß, rund, gewölbt, Prägung: eine Seite „NVR“, andere Seite „L10“

15 mg: weiß, oval, gewölbt, Prägung: eine Seite „NVR“, andere Seite „L15“

20 mg: weiß, länglich, gewölbt, Prägung:eine Seite „NVR“, andere Seite „L20“

Anwendungsgebiete
  • Jakavi® wird zur Behandlung erwachsener Patienten eingesetzt, die eine vergrößerte Milz haben oder an Symptomen im Zusammenhang mit Myelofibrose, einer seltenen Form von Blutkrebs, leiden.
  • Jakavi® wird auch zur Behandlung von Patienten mit Polycythaemia vera eingesetzt, die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxycarbamid sind.
Wirkung

Eine Vergrößerung der Milz ist eines der Hauptmerkmale der Myelofibrose. Myelofibrose ist eine Erkrankung des Knochenmarks, bei der das Mark durch Narbengewebe ersetzt wird. Das krankhafte Mark kann nicht mehr ausreichend normale Blutzellen bilden. Dies führt zu einer merklichen Vergrößerung der Milz. Durch die Hemmung der Wirkung bestimmter Enzyme (so genannte Janus- assoziierte Kinasen) kann Jakavi® die Größe der Milz bei Patienten verkleinern, die an Myelofibrose erkrankt sind und Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, Knochenschmerzen und Gewichtsverlust bei Patienten mit Myelofibrose lindern. Jakavi® kann helfen, das Risiko schwerwiegender Blut- oder Gefäßerkrankungen zu reduzieren.

Die Polycythaemia vera ist eine Erkrankung des Knochenmarks, bei der das Knochenmark zu viele rote Blutkörperchen bildet. Aufgrund der erhöhten Anzahl roter Blutkörperchen wird das Blut dickflüssiger. Durch die Hemmung bestimmter Enzyme (so genannte Janus-assoziierte Kinasen, JAK1 und JAK2) kann Jakavi® bei Patienten, die an Polycythaemia vera erkrankt sind, Symptome lindern, die Größe der Milz verkleinern und die Menge der gebildeten roten Blutkörperchen vermindern und somit möglicherweise das Risiko für schwerwiegende Komplikationen des Blutes oder der Gefäße reduzieren.

Schwangerschaft, Stillzeit, Zeugung

Frauen müssen während der Einnahme von Jakavi® eine Schwangerschaft vermeiden, daher müssen im gebärfähigen Alter während der Behandlung äußerst zuverlässige Verhütungsmethoden angewendet werden. Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.

Nebenwirkungen, bei denen Sie sofort Ihren behandelnden Arzt kontaktieren sollten
  • Unerwartete blaue Flecken und/oder Blutungen
  • Ungewöhnliche Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit (bei körperlicher Anstrengung oder in Ruhe)
  • Ungewöhnlich blasse Hautfarbe
  • Fieber
  • Schüttelfrost oder andere Symptome einer Infektion
  • Häufige Infektionen
  • Chronischer Husten mit blutigem Auswurf
  • Nächtlichem Schwitzen
  • Gewichtsverlust
  • Verwirrtheit oder Schwierigkeiten beim Denken
  • Verlust des Gleichgewichts oder Schwierigkeiten beim Gehen
  • Unbeholfenheit
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Verringerte Kraft oder Schwäche auf einer Seite Ihres Körpers
  • Verschwommenes Sehen und/oder Sehverlust

Wenn möglich bitten Sie auch eine Ihnen nahestehende Person auf diese Symptome zu achten), schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschenbildung, Hautveränderungen.

Einnahmezeitpunkt

Nehmen Sie Jakavi® mit oder ohne Nahrung ein. Nehmen Sie Ihre Dosis jeden Tag etwa zur selben Zeit ein. Die Tabletten müssen im Ganzen mit reichlich Wasser eingenommen werden. Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie mit Jakavi® behandelt werden. Wenn Sie die Einnahme Ihrer Dosis vergessen haben, nehmen Sie keine zusätzlichen Tabletten ein. Nehmen Sie einfach die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein.

Generelle Schutzmaßnahmen bei Einnahme/zur Einnahme oder Generelle Hinweise zur Einnahme

Diese Broschüre bietet eine orientierende Übersicht der Interaktionen ausgewählter, in Österreich zugelassener Arzneimittel mit dem jeweiligen oralen Zytostatikum. Sämtliche Angaben sind sorgfältig geprüft und anhand von Literaturangaben verifiziert, erfolgen jedoch ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

Weitere Informationen zu diesem Präparat sind für registrierte und eingeloggte Angehörige eines medizinischen Fachkreises verfügbar.

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Gedruckt am 21.02.20 04:51:28.